Panikattacken sind spontan auftretende Angstanfälle, die in der Regel über einen Zeitraum von 5 bis 30 Minuten anhalten. Dabei wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet. In Deutschland leiden etwa 2,5 Millionen Menschen unter Angstzustände. Diese können durch Stress oder traumatische Lebensereignisse ausgelöst werden.
Panikanfälle werden von körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Schweißausbrüche, Taubheit in Armen und Beinen, Schnappatmung mit Erstickungsgefühlen, Beklemmungsgefühl, Schmerzen mit Druck in der Brust begleitet. Auch Übelkeit und Schwindel können auftreten. Die Attacken treten unerwartet auf, in der entsprechenden Situation gibt es meist keinen Auslöser.
Während einer akuten Panikattacke geht es darum, den Fokus weg von der Angst zu lenken und die Hilflosigkeit durch Kontrolle zu ersetzen. Folgend Skills können dabei helfen:
Die 4-7-8 Atmung – atme langsam durch die Nase ein, zähle dabei bis vier. Halte den Atem an, zähle dabei bis sieben. Dann atmest du kräftig durch den Mund aus, zähle dabei bis acht. Diese Übung kannst du so oft wiederholen, bis du ruhiger bist.
Sich auf den Boden zu setzten und den Kontakt des Körpers mit dem Untergrund zu spüren, kann dich ruhiger machen.
Akupunkturringe aus Metall können Reize setzten, die dir helfen, deinen Körper wieder wahrzunehmen. Das gleiche gilt für Kältereize.
Saure Bonbons, Kaugummis oder Brausetabletten können helfen, dich auf den extremen Geschmack zu konzentrieren und die Angst besser loszulassen.
Manchen Menschen hilft es, die beruhigende Stimme eines vertrauten Menschen zu hören oder über die Angst zu reden.
Präventiv ist Meditation eine Empfehlung von Panikpatienten. Diese kann dabei unterstützen, ausgeglichener und fokussierter zu sein. Dauerhaft hilft bei der Überwindung von Angstzuständen nur, sich der Angst z.B. mit Hilfe eines Therapeuten zu stellen.
